Es gibt Turnier- und Kneipenregeln, eine amerikanische Variante namens „Texas Skat" und sogar Skat-Vereine in Argentinien, Namibia und Südafrika – mehr dazu im Bereich Lernen.
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Skat wird klassisch zu dritt gespielt – zu viert setzt der Geber reihum eine Runde aus. Jeder Aktive bekommt zehn Karten, zwei liegen verdeckt als „Skat" in der Mitte. Wer beim Reizen am höchsten geht, spielt allein gegen die beiden anderen – auf Farbe, Grand oder Null.
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Vorhand, Mittelhand, Hinterhand. Zu viert gibt einer und setzt aus, zählt aber wertungsmäßig gegen den Alleinspieler mit.
Ass, Zehn, König, Dame, Bube, Neun, Acht, Sieben in vier Farben. Jeder Aktive bekommt zehn Karten, zwei liegen als Skat verdeckt in der Mitte.
Ass 11, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2, Neun/Acht/Sieben 0. Zusammen genau 120 Augen – die Rechengrundlage für jedes Spiel.
Beim Farb- und Grandspiel braucht der Alleinspieler mindestens 61 von 120 Augen. Beim Null darf er gar keinen Stich machen.
Es gibt Turnier- und Kneipenregeln, eine amerikanische Variante namens „Texas Skat" und sogar Skat-Vereine in Argentinien, Namibia und Südafrika – mehr dazu im Bereich Lernen.
Das Skatblatt hat Ass, Zehn, König, Dame, Bube, Neun, Acht, Sieben in vier Farben. Gegeben wird 3 – Skat – 4 – 3. Jeder der drei Aktiven hat zehn Karten, zwei liegen verdeckt in der Mitte.
Klassisch zu dritt: Vorhand, Mittelhand, Hinterhand. Zu viert gibt einer und setzt aus.
Ass 11, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2, Luschen 0. Zusammen 120. Der Alleinspieler zählt auch die zwei gedrückten bzw. die Karten im Skat.
Die vier Buben stehen über jeder Farbe: Kreuz, Pik, Herz, Karo – immer die höchsten Trümpfe, außer beim Null.
Im Farbspiel liegen zuerst die Buben, dann die gewählte Farbe. Wähle eine Spielart, um die Trumpfreihe zu sehen.
Abheben gegen den Uhrzeigersinn. Dann 3 Karten, 2 in den Skat, 4 Karten, 3 Karten. Vorhand sitzt links vom Geber.
Mittelhand sagt Werte, Hinterhand hört. Wer bleibt, reizt gegen Vorhand. Reizreihe ab 18: 18, 20, 22, 23, 24, 27, 30 …
Der Alleinspieler nimmt den Skat und drückt zwei Karten – oder lässt ihn liegen (Hand). Gedrückte Augen zählen für ihn.
Farbe, Grand oder Null. Hand, Schneider, Schwarz und Ouvert nur, wenn der Skat liegen bleibt.
Vorhand spielt aus, außer beim Grand Ouvert. Farbe oder Trumpf bedienen. Wer nicht kann, sticht oder wirft ab.
61 Augen gewinnen, unter 31 beim Gegner ist Schneider, kein Stich ist schwarz.
Mit oder ohne die ununterbrochenen Spitzen vom Kreuz-Buben abwärts, plus mindestens 1 fürs Spiel. Hand, Schneider und Schwarz erhöhen die Stufe. Dann mal Grundwert. Rechne selbst nach:
Null steht fest, ohne Spitzen/Multiplikator: Null 23, Null Hand 35, Null Ouvert 46, Null Ouvert Hand 59.
Kurz-Checkliste vor der ersten Karte:
Jeder spielt für sich, Ziel: möglichst wenige Augen. Wer die meisten hat, verliert. Durchmarsch (alle Stiche) gewinnt sofort, Jungfrau (kein Stich) verliert oft doppelt.
Reihum wird der Skat aufgenommen und zwei Karten weitergegeben – jedes Schieben kann den Wert verdoppeln.
Ausgelöst z. B. durch verlorenes Kontra/Re oder 60:60 ("Spaltarsch") – die nächsten Spiele zählen doppelt.
Im Turnier nicht vorgesehen. In der Kneipe verdoppelt jede Stufe den Spielwert – wer darf, ist regional unterschiedlich geregelt.
| Thema | Turnier (ISkO) | Kneipe (üblich, regional) |
|---|---|---|
| Kontra / Re / Sup / Hirsch | nicht vorgesehen | Gegner darf Kontra vor der eigenen ersten Karte, Alleinspieler Re – jede Stufe verdoppelt |
| Alle passen unter 18 | Spiel eingepasst, neu geben, kein Ramsch | Ramsch (oft Schieberamsch) |
| Bockrunde | nein | nächste Spiele zählen doppelt, z. B. nach verlorenem Kontra oder 60:60 |
| Listenpunkte ±50 / +40 | ja | oft nur der reine Spielwert, ohne Extra-50 |
| Ouvert Farbe/Grand | nur als Hand, Karten sofort offen, Schwarz Pflicht | mancherorts Mischformen |
| Schneider-Grenze | 90 Augen (Gegner ≤ 30) | meist gleich, Texas Skat abweichend (91) |
Kneipenregeln sind nirgends vollständig normiert – am besten vor der Runde eine kurze Hausliste festlegen.
Von deutschen Einwanderern in die USA mitgebracht, näher am deutschen Spiel als das ältere Wisconsin-Tourné-Skat. Die Texas Skat League besteht seit 1924.
| Punkt | ISkO / Deutschland | Texas Skat |
|---|---|---|
| Grand-Grundwert | 24 | 16 |
| Null / Hand / Ouvert / Ouvert Hand | 23 / 35 / 46 / 59 | 20 / 30 / 40 / 60 |
| Ouvert | zusätzlicher Multiplikator, nur Hand | verdoppelt den bisherigen Faktor, auch nach Skat-Aufnahme ansagbar |
| Schneider des Gegners | 90 Augen | Spieler braucht 91 für Gegner-Schneider |
| Ramsch bei Pass | nein | ja, Skat geht an den letzten Stich |
Beispiel: Grand Ouvert mit 4: mit 4, Spiel 5, Schneider 6, Schneider angesagt 7, Schwarz 8, Schwarz angesagt 9, Ouvert verdoppelt auf 18 → 18 × 16 = 288.
Die International Skat Players Association (ISPA) führt unter anderem Argentinien, Namibia, Südafrika, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay und die USA als Mitgliedsländer. Organisiertes Skat gibt es also in Südamerika und im südlichen Afrika – getragen von deutschsprachigen Gemeinschaften, nicht als Massensport der Mehrheitsbevölkerung.
Mit deutscher Einwanderung im 19./20. Jh. in Vereinen und Familien, vor allem Buenos Aires. Meist französisches Blatt, Regeln nah an ISkO.
Deutsche Sprachinsel seit der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884–1915). Blatt je nach Import: französisch oder älteres deutsches Blatt in Traditionsrunden.
Deutsche Clubs mit ISPA-Anbindung. Französisches Blatt ist die Norm, Turnierregeln folgen der ISkO.
Kreuz, Pik, Herz, Karo. Norm in Nord-/Westdeutschland und international, auch in Argentinien/Namibia/Südafrika.
Eichel, Grün/Laub, Herz, Schellen, mit Unter/Ober statt Bube/Dame. Traditionell in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
Vierfarbig fürs Turnier: Kreuz schwarz, Pik grün, Herz rot, Karo gelb – damit beide Traditionen gleichzeitig mitlesen können.
50 Fragen im Pool – Grundregeln, Werte, Trumpf, Reizen, Turnier vs. Kneipe, Texas Skat, Geschichte und Kartenblätter. Maximal 30 pro Durchlauf, außer im Meister-Modus.
Wie viele Fragen möchtest Du?
Echte Partien gegen Bots oder andere Spieler, inklusive Reizen, Skat-Aufnahme, Ansagen und Abrechnung. Turnier- oder Kneipenregeln in den Einstellungen wählbar.
Du bekommst ein Blatt, das zur gewählten Spielart passt.
Welche Form soll geübt werden?
Zeigt passende Tipps, z. B. wann sich ein Handspiel lohnt. Standard: an.
Blendet nach dem Geben eine Übungsfrage ein: Wie hoch würdest Du reizen?
Zeigt automatisch eine Zusammenfassung: Augen, Spielwert, Fehlentscheidungen.
68 von 120
Kreuz mit 2, Hand: 4 × 12 = 48
Bei 22 Reizwert leicht überreizt
Skat entsteht in Altenburg (Thüringen) im Brommeschen Tarock-Club, aus Schafkopf, L'Hombre und Tarock.
Erster Deutscher Skatkongress in Altenburg, Allgemeine Deutsche Skatordnung.
Leipziger Ordnung: das Tourné fällt weg, die heutigen Farbwerte 9-10-11-12 werden festgelegt.
DSkV und ISPA einigen sich auf die Internationale Skatordnung; 2016 wird Skat Immaterielles Kulturerbe der deutschen UNESCO-Kommission.
Die früheste Namensschreibung war „Scat" – vermutlich vom italienischen scartare (weglegen), nach den zwei Karten, die in den Skat gedrückt werden. Erste schriftliche Notiz 1813 bei Hans Carl Leopold von der Gabelentz; Soldaten trugen das Spiel vor der Völkerschlacht bei Leipzig weiter in die Welt.
Skat außerhalb Deutschlands: Mit deutscher Auswanderung reiste das Spiel über Vereine, Seemannschaft und Siedler bis nach Südamerika und ins südliche Afrika. Die International Skat Players Association zählt unter anderem Argentinien, Namibia, Südafrika, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay und die USA zu ihren Mitgliedsländern – getragen von deutschsprachigen Gemeinschaften, nicht als Massensport der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung. In den USA entwickelte sich mit „Texas Skat" (Texas Skat League seit 1924) eine eigene, dem deutschen Spiel näherstehende Variante – näher dran als das ältere Wisconsin-Tourné-Skat, das die eigentliche Tourné-Regel bis heute konserviert, die Deutschland 1928 aufgab.
Nach dem bestehenden Geschichtstext dieser Seite, ergänzt um Rechercheergebnisse zu Namensherkunft, ISPA-Mitgliedsländern und Texas Skat.